E-E-A-T

Stand: 3 Min. Lesezeit SEOFuxx Redaktion

E-E-A-T steht für Experience (Erfahrung), Expertise (Fachwissen), Authoritativeness (Autorität) und Trustworthiness (Vertrauenswürdigkeit). Es ist der Maßstab, an dem Googles menschliche Qualitätsprüfer beurteilen, ob eine Seite und ihre Inhalte verlässlich sind. Ein Rankingfaktor mit einem eigenen Wert ist E-E-A-T nicht.

Die vier Buchstaben

BuchstabeFrage dahinterBeispiel für einen Beleg
ExperienceHat der Autor die Sache selbst erlebt oder genutzt?Eigene Fotos, Testergebnisse, Erfahrungsbericht aus erster Hand
ExpertiseHat der Autor das nötige Wissen?Ausbildung, berufliche Praxis, fachlich korrekte Inhalte
AuthoritativenessGilt die Website oder der Autor als Anlaufstelle für das Thema?Erwähnungen und Verlinkungen durch andere Quellen im Fachgebiet
TrustworthinessKann man der Seite vertrauen?Genaue Angaben, klare Betreiberdaten, sichere Verbindung, transparente Quellen

Das Vertrauen steht im Mittelpunkt. Laut Google ist es das wichtigste Glied: Eine Seite kann erfahren und fachkundig wirken, ist aber wenig wert, wenn man ihr nicht trauen kann.

Woher der Begriff kommt

E-A-T steht seit Mitte der 2010er-Jahre in den Search Quality Rater Guidelines, dem Handbuch für die Prüfer, die Googles Suchergebnisse bewerten. Im Dezember 2022 kam das zweite E für Erfahrung hinzu. Die Bewertungen der Prüfer verändern das Ranking einzelner Seiten nicht direkt. Google nutzt sie, um zu prüfen, ob Änderungen am Algorithmus bessere Ergebnisse liefern.

Wie Google E-E-A-T berücksichtigt

Laut Google ist E-E-A-T selbst kein einzelner Rankingfaktor und kein Wert, den du abrufen könntest. Die Ranking-Systeme nutzen eine Mischung von Faktoren, die helfen zu erkennen, welche Inhalte Erfahrung, Fachwissen, Autorität und Vertrauen zeigen. Seit dem Core Update im März 2024 ist das System für hilfreiche Inhalte Teil der Kernsysteme der Suche (siehe Google Core Updates). Bei Themen, die Gesundheit, Finanzen, Sicherheit oder das Wohl der Gesellschaft betreffen, den „Your Money or Your Life“-Themen (YMYL), geben die Systeme Inhalten mit starkem E-E-A-T zusätzliches Gewicht.

So zeigst du E-E-A-T

  • Autoren benennen: Nenne den Verfasser mit Namen und einem kurzen Profil, das seine Erfahrung und Qualifikation belegt.
  • Erfahrung zeigen: Eigene Fotos, Messwerte, Screenshots und konkrete Beispiele wirken glaubwürdiger als allgemeine Aussagen.
  • Quellen angeben: Verlinke belastbare Quellen und gib Studien und Zahlen mit Herkunft an.
  • Betreiber offenlegen: Impressum, Kontakt, Datenschutz und Angaben zum Unternehmen gehören auf jede Website, bei Shops zusätzlich klare Informationen zu Zahlung, Versand und Rückgabe.
  • Inhalte pflegen: Halte Angaben aktuell und nenne das Datum der letzten Prüfung. Korrigiere Fehler offen.
  • Ruf außerhalb der Website aufbauen: Bewertungen, Erwähnungen in Fachmedien und Verlinkungen von passenden Seiten zeigen, wie andere über dich urteilen (siehe Markenerwähnungen und Backlinks).
  • Technik absichern: HTTPS, eine saubere Darstellung und wenig störende Werbung gehören zum Eindruck von Vertrauen.

E-E-A-T und KI-Antworten

KI-Systeme, die Antworten aus abgerufenen Quellen zusammenstellen, müssen entscheiden, welchen Quellen sie vertrauen. Welche Kriterien sie dafür anlegen, legen die Anbieter nicht offen. Plausibel ist, dass klar zuordenbare Autoren, belegte Aussagen und eine erkennbare Marke die Chance erhöhen, genannt zu werden (siehe GEO). Belegt ist das nicht, deshalb solltest du es als Arbeitshypothese behandeln.

Häufige Fehler

  • Erfundene Autoren oder Titel: Falsche Profile schaden, sobald sie auffallen, und widersprechen den Richtlinien.
  • Auf ein einzelnes Merkmal setzen: Ein Autorenkasten allein macht eine dünne Seite nicht glaubwürdig.
  • Massenhaft Inhalte ohne Prüfung veröffentlichen: Das gilt als niedrige Qualität, gleich ob ein Mensch oder eine KI den Text geschrieben hat (siehe Content-Qualität).
  • Auf einen „Score“ hoffen: Es gibt keinen Wert, den du messen oder per Markup setzen könntest.
  • Nur auf der eigenen Seite argumentieren: Autorität entsteht auch durch das, was andere über dich sagen.

Weiterführende Begriffe

Quellen

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