AI Overviews

Stand: 3 Min. Lesezeit SEOFuxx Redaktion

AI Overviews (deutsch: KI-Übersichten) sind KI-generierte Zusammenfassungen, die Google oberhalb der klassischen Suchergebnisse einblendet. Sie beantworten eine Suchanfrage in wenigen Absätzen und verlinken die Quellen, auf die sich die Antwort stützt. Sie erscheinen nur, wenn Google annimmt, dass sie die klassische Suche sinnvoll ergänzen.

Einordnung

Google hat die Funktion 2024 in den USA eingeführt. Am 25. März 2025 hat Google sie auf weitere Länder in Europa ausgeweitet, darunter Deutschland, zunächst für angemeldete Nutzer ab 18 Jahren und in deutscher und englischer Sprache. Daneben gibt es den AI Mode, der für Fragen gedacht ist, die mehr Nachdenken oder Vergleiche brauchen. Beide Funktionen können unterschiedliche Modelle und Techniken nutzen, deshalb unterscheiden sich Antworten und Links.

Wie Quellen ausgewählt werden

Google beschreibt für beide Funktionen die Technik „Query Fan-out“: Das System startet mehrere verwandte Suchen zu Unterthemen und aus verschiedenen Datenquellen. Während die Antwort entsteht, findet es weitere passende Seiten. Deshalb können in den KI-Funktionen mehr und andere Links erscheinen als in der klassischen Suche, und eine Seite kann auch als Quelle auftauchen, wenn sie für die Hauptanfrage nicht auf Platz 1 steht.

Voraussetzungen

Laut Google gibt es keine zusätzlichen Anforderungen und keine besondere Optimierung. Eine Seite muss indexiert und für die Anzeige mit Snippet zugelassen sein und die technischen Anforderungen der Suche erfüllen. Eine Garantie für Indexierung oder Anzeige gibt es trotzdem nicht. Google nennt als Grundlagen:

  • Crawling in der robots.txt zulassen
  • wichtige Inhalte als Text bereitstellen
  • Seiten intern verlinken
  • Strukturierte Daten konsistent zum sichtbaren Text halten

Neue maschinenlesbare Dateien, eigene KI-Textdateien oder besondere schema.org-Auszeichnungen sind laut Google nicht nötig. Das gilt auch für llms.txt.

Was du über den Traffic weißt

Klicks und Impressionen aus den KI-Funktionen zählt die Google Search Console zum Suchtyp „Web“ und weist sie im Leistungsbericht mit der übrigen Suche aus. Einen eigenen Filter nur für AI Overviews gibt es nicht. Wer Einflüsse trennen will, muss Zeiträume und Suchanfragen vergleichen. Andere KI-Systeme erkennst du im Gegensatz dazu am Referrer (siehe KI-Referral-Traffic).

Was du steuern kannst

  • robots.txt für Googlebot: bestimmt, ob Google deine Seiten für die Suche abrufen darf.
  • Vorschau-Steuerung: nosnippet, data-nosnippet, max-snippet oder noindex begrenzen, was Google anzeigt.
  • Google-Extended: begrenzt Training und Grounding in anderen KI-Systemen von Google, nicht die Suche (siehe KI-Crawler).
<!-- Vorschau begrenzen: höchstens 50 Zeichen Text -->
<meta name="robots" content="max-snippet:50">

<!-- einen Abschnitt von der Vorschau ausnehmen -->
<p>Das ist sichtbar. <span data-nosnippet>Das erscheint nicht im Snippet.</span></p>

Änderungen an den Vorschau-Einstellungen wirken erst nach einem neuen Abruf der Seite, der Tage bis Monate dauern kann.

Folgen für Websites

  • Viele Informationsanfragen werden direkt auf der Ergebnisseite beantwortet, die Klickrate organischer Treffer kann sinken (siehe Zero-Click-Suche).
  • Gleichzeitig kann deine Seite als verlinkte Quelle erscheinen.
  • Ob und wie stark das deine Besucherzahlen verändert, hängt vom Thema ab. Verlass dich auf deine eigenen Daten.

Häufige Fehler

  • Auf Tricks setzen: Spezielle Dateien oder Markups für AI Overviews gibt es nicht. Gute, indexierbare Inhalte genügen als Grundlage.
  • Die Seite aus Versehen ausschließen: nosnippet oder noindex auf wichtigen Seiten verhindert die Anzeige.
  • Wichtige Inhalte nur per Bild oder Skript ausliefern: Text sollte im HTML stehen.
  • Einzelne Anzeigen für allgemeingültig halten: AI Overviews erscheinen nicht bei jeder Suche und können sich ändern.

Weiterführende Begriffe

Quellen

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