Sitemap.xml
Eine Sitemap ist eine Datei, die einer Suchmaschine mitteilt, welche Seiten einer Website sie kennen soll. Meist ist es eine XML-Datei mit dem Namen sitemap.xml im Stammverzeichnis. Sie ersetzt keine Verlinkung und garantiert weder Crawling noch Indexierung, hilft aber dabei, Seiten zu finden und Änderungen zu melden.
Was eine Sitemap leistet
Google bezeichnet das Einreichen einer Sitemap als Hinweis: Es ist nicht zugesichert, dass die Datei geladen oder zum Crawlen genutzt wird. Nützlich ist sie vor allem für neue Websites mit wenigen externen Links, große Websites, Seiten mit tiefer Verlinkung und Seiten, die sich oft ändern. Bei einer kleinen, gut verlinkten Website findet Google die Seiten auch ohne.
Formate
- XML-Sitemap: das vielseitigste Format. Es kann auch Bilder, Videos, Nachrichten und Sprachversionen (Hreflang) beschreiben.
- RSS, mRSS und Atom: Feeds, die viele Systeme ohnehin erzeugen.
- Textdatei: eine
.txt-Datei mit einer Adresse pro Zeile.
Aufbau und Grenzen
Eine XML-Sitemap besteht aus einem urlset mit einem url-Eintrag je Seite. Pflicht ist nur loc, die vollständige Adresse. Google nutzt außerdem lastmod, aber nur, wenn die Angabe durchgehend und überprüfbar stimmt. Gemeint ist die letzte wesentliche Änderung an Inhalt, strukturierten Daten oder Links, nicht eine geänderte Jahreszahl im Copyright. priority und changefreq ignoriert Google.
<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<urlset xmlns="http://www.sitemaps.org/schemas/sitemap/0.9">
<url>
<loc>https://www.deinedomain.de/</loc>
<lastmod>2026-04-01</lastmod>
</url>
<url>
<loc>https://www.deinedomain.de/blog</loc>
<lastmod>2026-03-28</lastmod>
</url>
</urlset>
| Regel | Wert |
|---|---|
| URLs je Sitemap | höchstens 50.000 |
| Größe je Sitemap (unkomprimiert) | höchstens 50 MB |
| Zeichensatz | UTF-8, Sonderzeichen in den Adressen maskiert |
| Adressen | vollständig mit Protokoll und Domain, in der Schreibweise, die Google abrufen soll |
| Sitemap-Index | fasst mehrere Sitemaps zusammen, bis zu 50.000 Einträge je Index |
Mehr als 50.000 Seiten verteilst du auf mehrere Sitemaps und fasst sie in einer Sitemap-Index-Datei zusammen. Die Sitemap darf Adressen unterhalb ihres eigenen Verzeichnisses enthalten, deshalb liegt sie am besten im Stammverzeichnis.
Was hineingehört
- Nur Adressen, die in den Suchergebnissen erscheinen sollen
- Die kanonische Adresse jeder Seite (siehe Duplicate Content)
- Seiten, die mit Status 200 antworten, keine Weiterleitungen, Fehlerseiten oder Seiten mit noindex
Einreichen
- In der Google Search Console im Bericht „Sitemaps“, auch über die API
- Mit einer Zeile
Sitemap: https://www.deinedomain.de/sitemap.xmlin der robots.txt, auch mehrfach möglich
Die früher übliche Ping-Adresse von Google zum Melden einer Sitemap funktioniert nicht mehr. Nach dem ersten Einreichen liest Google die Datei von selbst wieder aus.
Häufige Fehler
- Ein falsches
lastmod: Wer bei jedem Abruf das aktuelle Datum einträgt, entwertet die Angabe. Google verlässt sich dann nicht mehr darauf. - Gesperrte oder umgeleitete Adressen: Einträge, die per robots.txt gesperrt sind oder weiterleiten, erzeugen Fehler und kosten Crawling-Zeit.
- Veraltete Dateien: Gelöschte Seiten bleiben stehen, wenn die Sitemap nicht mitwächst.
- Nicht kanonische Varianten: Adressen mit Tracking-Parametern oder in der falschen Schreibweise gehören nicht hinein.
- Auf
priorityundchangefreqsetzen: Google wertet beides nicht aus.
Weiterführende Begriffe
- robots.txt: Zugriff steuern und die Sitemap eintragen
- Google Search Console: Sitemaps einreichen und prüfen
- Crawl Budget: wie viele Seiten ein Bot abruft
- Hreflang: Sprachversionen auch in der Sitemap angeben
Quellen
- Google Search Central: Sitemap erstellen und einreichen
- Google Search Central: Große Sitemaps verwalten
- sitemaps.org: Sitemap-Protokoll