Hreflang

Stand: 3 Min. Lesezeit SEOFuxx Redaktion

Hreflang ist eine Angabe, mit der du Suchmaschinen mitteilst, welche Seiten für andere Sprachen oder Länder dasselbe Angebot enthalten. Google kann dadurch Nutzern die passende Sprachversion anzeigen und muss die Fassungen nicht als Duplikate behandeln.

Was Hreflang leistet

Hreflang ist kein Rankingfaktor. Der Hinweis ändert nicht, wie gut eine Seite rankt, sondern welche Adresse Google in den Ergebnissen anzeigt, wenn mehrere gleichwertige Fassungen vorliegen: Ein Nutzer mit deutscher Spracheinstellung bekommt die deutsche Seite, einer mit englischer die englische. Typische Fälle sind eine Website in mehreren Sprachen und Seiten für dieselbe Sprache in mehreren Ländern, etwa Deutsch für Deutschland und Österreich.

Drei Wege, Hreflang anzugeben

WegWoGeeignet für
Link-Tags im Kopf der Seite<head> jeder Seitedie meisten Websites, wenige Sprachen
XML-SitemapEinträge mit xhtml:link in der Sitemapviele Seiten oder viele Sprachen, zentral pflegbar
HTTP-HeaderHeader der AntwortDateien ohne HTML, etwa PDFs

Wähle einen Weg und bleibe dabei. Alle drei zusammen bringen keinen Vorteil und führen leicht zu Widersprüchen.

<!-- hreflang: Sprach- und Länderversionen verknüpfen -->
<link rel="alternate" hreflang="de" href="https://example.com/de/">
<link rel="alternate" hreflang="en" href="https://example.com/en/">
<link rel="alternate" hreflang="es" href="https://example.com/es/">
<link rel="alternate" hreflang="x-default" href="https://example.com/en/">

Regeln

  • Jede Fassung nennt alle Fassungen, auch sich selbst. Die Liste ist auf allen Seiten der Gruppe gleich.
  • Die Verweise sind wechselseitig. Verweist die deutsche Seite auf die englische, muss die englische auf die deutsche zurückverweisen. Fehlt der Rückverweis, ignoriert Google den Hinweis.
  • Adressen sind vollständig mit Protokoll und Domain.
  • x-default bezeichnet die Seite, die für alle anderen Nutzer gelten soll, etwa eine Sprachauswahl oder die englische Fassung.
  • Die Codes: Sprache nach ISO 639-1 (de), optional gefolgt vom Land nach ISO 3166-1 Alpha 2 (de-AT). Ein Land allein ist nicht zulässig, und für das Vereinigte Königreich gilt en-GB, nicht en-UK.
  • Nur erreichbare, indexierbare Seiten: Adressen mit Weiterleitung, Fehlerstatus oder noindex gehören nicht hinein.

Hreflang und Canonical

Jede Sprachfassung sollte per Canonical auf sich selbst verweisen. Zeigen alle Fassungen per Canonical auf eine einzige, gilt der Hreflang-Hinweis für die anderen nicht mehr, denn sie fallen aus dem Index. Von automatischen Weiterleitungen anhand der Browsersprache rät Google ab, weil Nutzer und Suchmaschinen sonst nicht jede Fassung sehen und weil der Googlebot meist aus den USA und ohne Spracheinstellung crawlt. Biete stattdessen Links zu den anderen Sprachen an.

Prüfen

  • Ein Crawler kann Rückverweise, Statuscodes und Codes über die ganze Website prüfen. Der frühere Bericht zur internationalen Ausrichtung in der Search Console wurde 2022 eingestellt.
  • Stichproben im Quelltext zeigen, ob die Liste auf allen Fassungen identisch ist.
  • Prüfe nach Relaunch oder Wechsel der Adressstruktur alle Gruppen neu.

Häufige Fehler

  • Fehlender Rückverweis: der häufigste Fehler, der den Hinweis wirkungslos macht.
  • Falsche Codes: en-UK, de-DE-AT oder ein Land ohne Sprache.
  • Hreflang auf nicht gleichwertige Seiten: Die Fassungen müssen denselben Inhalt in anderer Sprache bieten.
  • Relative Adressen: Sie werden nicht zuverlässig aufgelöst.
  • Die eigene Seite vergessen: Die Selbstreferenz gehört in jede Gruppe.

Weiterführende Begriffe

Quellen

Ist dieser Inhalt hilfreich?

·