Hallo zusammen, ich betreibe einen kleinen Shop für Outdoor-Zubehör (Shopware, ca. 400 Artikel). Jetzt lese ich überall, dass es in ChatGPT jetzt Werbung gibt und man das auch selbst buchen kann. Bisher habe ich nur versucht, organisch in den KI-Antworten aufzutauchen, mit mäßigem Erfolg. Kann ich mir die Sichtbarkeit in ChatGPT jetzt einfach per Anzeige erkaufen? Und beeinflusst das dann auch, ob ChatGPT meine Marke in den normalen Antworten nennt? Ich blicke da noch nicht ganz durch, wie das zusamenhängt.
ChatGPT Ads für kleine Shops: lohnt sich das, oder reicht GEO?
Kurz: Anzeigen und organische Nennung sind zwei getrennte Dinge. Nach aktuellem Stand sagt OpenAI, dass die Anzeigen unter der Antwort erscheinen und als Werbung gekennzeichnet sind. Das System dahinter läuft getrennt vom Modell, das die Antwort schreibt. Mit Budget kaufst du dir also einen Platz neben der Antwort, aber keine Erwähnung in der Antwort selbst.
Was du sonst wissen solltest (alles mit Vorbehalt, das Programm ist noch in der Beta und die Details ändern sich):
- Anzeigen laufen laut Berichten nur bei Nutzern der kostenlosen und der günstigen Tarife, nicht bei den höheren Bezahlstufen.
- Ausgespielt wird eher nach Kontext der Unterhaltung als nach klassischen Keyword-Listen. Du steuerst also weniger fein als in Google Ads.
- Abgerechnet wird per Tausenderkontakt oder per Klick. Konkrete Preise und Mindestbudgets wurden mehrfach geändert, schau da direkt bei OpenAI nach, nicht in Agenturblogs.
- Es gibt Prüfungen zu Firma und Anzeigeninhalt, und manche Branchen sind ausgeschlossen.
Mein Vorschlag für deinen Shop: Erst mal die Basis sauber machen (Produktdaten, strukturierte Daten, klare Kategorie- und Ratgeberseiten), weil das beides stützt. Wenn du testen willst, dann mit einem kleinen, fest gedeckelten Budget und einem sauberen Tracking, damit du siehst, ob überhaupt Bestellungen ankommen. Messe organische Nennungen weiter als Stichprobe (zum Beispiel 5 von 12 Fragen), das schwankt ohnehin von Tag zu Tag.
Wie viel Budget würdest du denn für so einen Test überhaupt ansetzen wollen?
Was du sonst wissen solltest (alles mit Vorbehalt, das Programm ist noch in der Beta und die Details ändern sich):
- Anzeigen laufen laut Berichten nur bei Nutzern der kostenlosen und der günstigen Tarife, nicht bei den höheren Bezahlstufen.
- Ausgespielt wird eher nach Kontext der Unterhaltung als nach klassischen Keyword-Listen. Du steuerst also weniger fein als in Google Ads.
- Abgerechnet wird per Tausenderkontakt oder per Klick. Konkrete Preise und Mindestbudgets wurden mehrfach geändert, schau da direkt bei OpenAI nach, nicht in Agenturblogs.
- Es gibt Prüfungen zu Firma und Anzeigeninhalt, und manche Branchen sind ausgeschlossen.
Mein Vorschlag für deinen Shop: Erst mal die Basis sauber machen (Produktdaten, strukturierte Daten, klare Kategorie- und Ratgeberseiten), weil das beides stützt. Wenn du testen willst, dann mit einem kleinen, fest gedeckelten Budget und einem sauberen Tracking, damit du siehst, ob überhaupt Bestellungen ankommen. Messe organische Nennungen weiter als Stichprobe (zum Beispiel 5 von 12 Fragen), das schwankt ohnehin von Tag zu Tag.
Wie viel Budget würdest du denn für so einen Test überhaupt ansetzen wollen?
Danke dir! Ein Test mit 300 bis 500 Euro wäre ok, mehr nicht. Das Tracking ist glaub ich mein größstes Problem, ich hab bisher nur Google Analytics und da kommt von KI-Seiten kaum was an. Reicht das, oder braucht man da was extra?
Mit nur Analytics wird es eng, aber lösbar. Setz auf jede Anzeige einen eigenen UTM-Link (Quelle, Medium und Kampagne sauber benennen), dann siehst du die Besuche in Analytics getrennt vom Rest. Ob OpenAI selbst ein Conversion-Tracking anbietet, steht in deren Hilfe-Seiten; berichtet wird von einem Pixel und einer Schnittstelle für Conversions, aber prüf das bitte selbst, bevor du dich darauf verlässt.
Wichtig bei 300 bis 500 Euro: Das ist eine kleine Stichprobe. Du bekommst damit eher ein Gefühl für Klickrate und Warenkorbabbrüche als einen belastbaren Return. Leg vorher fest, was als Erfolg gilt (zum Beispiel eine bestimmte Zahl Bestellungen oder ein Mindest-Klickpreis), sonst deutest du hinterher alles schön.
Und schau parallel in deine Serverlogs und Analytics, ob die organischen KI-Besuche (Referrer chatgpt.com) wachsen. Das ist der bessere Hinweis darauf, ob deine Inhalte zitiert werden. Hast du schon einen Überblick, welche deiner Seiten dort überhaupt landen?
Wichtig bei 300 bis 500 Euro: Das ist eine kleine Stichprobe. Du bekommst damit eher ein Gefühl für Klickrate und Warenkorbabbrüche als einen belastbaren Return. Leg vorher fest, was als Erfolg gilt (zum Beispiel eine bestimmte Zahl Bestellungen oder ein Mindest-Klickpreis), sonst deutest du hinterher alles schön.
Und schau parallel in deine Serverlogs und Analytics, ob die organischen KI-Besuche (Referrer chatgpt.com) wachsen. Das ist der bessere Hinweis darauf, ob deine Inhalte zitiert werden. Hast du schon einen Überblick, welche deiner Seiten dort überhaupt landen?